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Didi Hamann über Bayern, Olise, Kimmich, Real, Guardiola, Leverkusen und Arsenal

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Didi Hamann lobt in seiner Kolumne die Leistungen von Leverkusen und Bayern in den Achtelfinal-Hinspielen der Champions League. Die Diskussion über mögliche Strafen gegen Olise und Kimmich findet der Sky Sport Experte überflüssig.

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Unterföhring, 12.03.2026

Hamann wirft einen Blick voraus auf ein mögliches Viertelfinale zwischen Bayern und Real Madrid und glaubt, dass Pep Guardiolas Zeit bei Manchester City bald endet.

Wie der FC Bayern und Bayer 04 Leverkusen in den Achtelfinal-Hinspielen der Champions League aufgetreten sind, war hervorragend, eine Eins mit Stern.

Leverkusen hat aus dem 2:7 gegen Paris gelernt und ich glaube, dass ihnen auch Bayerns 6:1 in Bergamo geholfen hat. Sie wollten nicht so etwas erleben wie Atalanta und sind beim 1:1 gegen Arsenal mit voller Überzeugung aufgetreten.


Strafstoß für Arsenal war eine klare Fehlentscheidung

Schade, dass man die Führung nicht über die Zeit gebracht hat. Arsenal hat einen Elfmeter bekommen, den man meiner Meinung nach nicht geben darf, bzw. den der VAR hätte zurücknehmen müssen. Bei der Einführung des VAR wurde uns gesagt, dass bei klaren Fehlentscheidungen eingegriffen wird. Der Strafstoß für Arsenal war für mich eine klare Fehlentscheidung.

Ich habe es schon mehrmals gesagt: Für mich war der Fußball ohne Videobeweis besser und gerechter. Du wirst auf absehbare Zeit keine Lösung finden. Die einzige Lösung wäre, den VAR abzuschaffen. Aber das wird nicht passieren. Ich bin, was das Thema betrifft, desillusioniert.


Bayerns Ausrufezeichen in Europa

Bayerns 6:1 in Bergamo war ein Ausrufezeichen, das überall wahrgenommen wurde, in Paris, Madrid und in Manchester. Wie die Münchner die Italiener mit einer Selbstverständlichkeit aus dem Weg geräumt haben, das war beeindruckend.

Wenn ich aus dieser starken Mannschaft einen Spieler herausheben würde, dann Michael Olise. Er macht momentan instinktiv alles richtig und hat zwei schöne Tore erzielt. Aber zwei Tore in Bergamo machen dich nicht zum Weltfußballer.

Dass er in diese Sphären hineinschnuppern kann, hat Olise in den bisherigen eineinhalb Jahren bei Bayern gezeigt. Wenn er im Viertelfinale, Halbfinale oder Endspiel so weitermacht, ist er ein Kandidat.


Es darf keine Strafe für Olise und Kimmich geben

Zu den Gelben Karten, gegen Olise und Kimmich: Jeder weiß, was sie gemacht haben und warum. Nun zur Frage, ob die UEFA sie dafür mit einer zusätzlichen Sperre bestrafen wird: Ich wüsste nicht wie.

Sergio Ramos hat damals zugegeben, dass er die Gelbe Karte absichtlich provoziert hat, das hat ihn zwei Spiele Sperre gekostet. Wie will man beweisen, dass die Bayern-Spieler die Karten absichtlich geholt haben?

Für mich ist die Diskussion überflüssig. Eine Strafe kann und darf es nicht geben. Was am Dienstag passiert ist, war eine Farce, aber die Bayern hatten sich diese Möglichkeit durch ihre hohe Führung irgendwo erarbeitet, es so zu machen. Absicht wird man ihnen nicht nachweisen können, deswegen werden sie im Viertelfinale wieder dabei sein.


Bayern und PSG stehen über allen anderen Teams

Neben den Bayern gehört für mich Paris Saint-Germain zu den engsten Titelfavoriten. Gegen Chelsea hat PSG wieder ansatzweise gezeigt, was sie leisten können, wenngleich der Sieg (5:2) etwas zu hoch ausgefallen ist. Wenn sie wieder den Hunger der vergangenen Saison entwickeln, stehen sie für mich zusammen mit Bayern über allen anderen Teams.

Kurz dahinter sehe ich Arsenal, Real Madrid und Barcelona. Arsenal ist eine funktionale Mannschaft. Es ist keine Mannschaft, die ihre Gegner vom Feld spielt, wie man in Leverkusen gesehen hat. Die Gunners könnten erst im Finale auf Bayern treffen. Sie würden mir weniger Angst machen als die möglichen Gegner im Viertel- oder Halbfinale.



Real gegen Bayern wäre ein Duell auf Augenhöhe

Madrid hat beim 3:0 gegen Manchester City wieder sein Champions-League-Gesicht gezeigt. Die Königsklasse ist für Real noch wichtiger als bei den meisten großen Vereinen und sie schaffen es immer wieder, in diesem Wettbewerb ihre besten Leistungen zu bringen.

In La Liga agieren sie oft als Ansammlung von Einzelspielern. In der Champions League habe ich das Gefühl, dass sie wissen, dass sie es nur zusammen schaffen können.

Im Rückspiel in Manchester könnte es zwar noch knifflige Szenen zu überstehen geben, aber ich glaube, dass sie weiterkommen. Gegen Bayern wäre es ein Duell auf Augenhöhe mit leichten Vorteilen für die Münchner.


Der Zyklus mit Guardiola geht zu Ende

Mich hat die Art und Weise überrascht, wie ManCity in Madrid unter die Räder gekommen ist. Man merkt, dass der Zyklus mit Pep Guardiola zu Ende geht. Ich bin mir sicher, dass er im Sommer den Verein verlassen wird.



Von den sechs englischen Teams hat im Achtelfinale keins gewonnen. Das ist schwer zu erklären, weil sie in der Ligaphase so dominant waren, aber die K.o.-Phase ist doch noch einmal etwas anderes. Von den Top 8, die sich die Playoffs gespart haben, hat nur ein Team gewonnen: Bayern.


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