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Lothar Matthäus über Wirtz und Liverpool sowie Bayern, Laimer und Gnabry

Lothar Matthäus

Lothar Matthäus ordnet in seiner aktuellen Kolumne das erste Liverpool-Tor von Florian Wirtz ein und erklärt, welche Schritte der DFB-Star als nächstes gehen muss.

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Unterföhring, 29.12.2025

Außerdem spricht der Sky Sport Experte über die bevorstehenden Bayern-Vertragsverlängerungen mit Konrad Laimer und Serge Gnabry und bewertet den Ebnoutalib-Transfer zu Eintracht Frankfurt.

Konrad Laimer und Serge Gnabry stehen kurz vor einer Vertragsverlängerung beim FC Bayern. Mit beiden Spielern zu verlängern, ist für mich die richtige Entscheidung. Der Österreicher spielt eine starke Hinrunde, stellt sich in den Dienst der Mannschaft und weiß vor allem mit seiner Vielseitigkeit zu überzeugen.


Dass auch eine Verlängerung mit Gnabry - trotz der großen Offensivqualität um Harry Kane, Michael Olise & Co. - angestrebt wird, ist für mich nachvollziehbar. Der 30-Jährige ist neben den jungen Spielern um Lennart Karl (17) und Olise (24) jemand, auf den sich die Münchner verlassen können. Dabei ist nicht nur die Leistung auf dem Platz entscheidend, sondern auch, wie er die Mannschaft zusammenhält und führt. Mit fünf Toren und acht Assists hat er bisher eine gute Hinrunde gespielt. Der DFB-Star kommt zukünftig vielleicht öfter von der Bank, wird aber dennoch eine wichtige Rolle beim FC Bayern einnehmen.


Wirtz-Knoten ist geplatzt


Während der Ball in der Bundesliga ruht, hat die Premier League während des Boxing Day einiges geboten. Unter anderem ist der Knoten bei Florian Wirtz geplatzt, der endlich sein erstes Tor für die Reds erzielt hat.


Es hat mich nicht überrascht, dass Wirtz in Liverpool möglicherweise mehr Zeit zur Eingewöhnung braucht. Wenn man sich die Vita des Ex-Leverkuseners anschaut, lebte und spielte er vor wenigen Monaten noch in seiner Heimat und konnte sich behütet Stück für Stück entwickeln. Dann so einen großen Schritt in die Premier League zu gehen, macht natürlich was mit einem Menschen. Dabei meine ich nicht nur die hohe Ablösesumme, sondern auch die steigende Erwartungshaltung und den zunehmenden Erfolgsdruck.


In so einer Situation sind persönliche Erfolgserlebnisse sehr wichtig. Das klappt aber nur, wenn auch die Mannschaft einen Lauf hat. Diesen hatten sie zuletzt nicht. Dazu kommt, dass Liverpool in der vergangenen Saison sehr erfolgreich war. Zu so einem Team zu wechseln, ist nicht einfach. Anders war es zu meiner Zeit, als ich zu Inter Mailand gewechselt bin, die mehrere Jahre nichts gewonnen hatten, da ist die Erwartungshaltung eine andere.


Wirtz muss weiter wachsen


Sein erstes Tor für den FC Liverpool war wichtig und freut mich für ihn, weil es auch wichtig für die Nationalmannschaft ist. Der endgültige Durchbruch war das für mich aber noch nicht. Er muss sich seine Anerkennung und seine Position weiter erarbeiten. Er wird jetzt langsam zum Mann, muss sich weiter durchboxen und die Ellenbogen ausfahren. Dann bekommt er noch mehr Bälle, darf Freistöße und Elfmeter schießen, wie er es bei Bayer durfte und im Nationalteam darf.


Ebnoutalib? Frankfurt musste aktiv werden


Ein weiterer Spieler, dessen Entwicklung ich weiter genau verfolgen werde, ist die von Elversberg-Stürmer Younes Ebnoutalib. Der 22-Jährige steht unmittelbar vor einem Wechsel zu Eintracht Frankfurt. Ein Transfer, der absolut Sinn ergibt.


Frankfurt musste im Sturmzentrum was machen, weil vor allem der verletzte Jonathan Burkardt aktuell eine große Lücke hinterlässt. Dahinter fehlt es an Qualität. Es ist aber noch zu früh, um abschätzen zu können, ob Ebnoutalib die Qualität hat, in die Fußstapfen von Randal Kolo Muani, Omar Marmoush und Hugo Ekitike zu treten. Sein bisheriger Werdegang von der Regionalliga über Elversberg zu einem Champions-League-Teilnehmer ist schlichtweg ein anderer.


Aber wenn du als aktueller Top-Torschütze der 2. Bundesliga mit einem kleinen Verein um den Aufstieg spielst, ist eine gewisse Qualität vorhanden. Damit hat er definitiv das Potenzial, auch für die Eintracht seine Tore zu schießen.


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